Was macht den Unterschied?

Was macht den Unterschied?

Bill, ein 74 jähriger, riskiert erschossen zu werden als er einen Bewaffneten während einer Schießerei umhaut.

Als Kermit sieht, wie ein Mädchen in einem Laden angegriffen wird, schnellt er in das Geschehen und wird mit einem Messer zwischen seine Rippen gestochen.

Während einer der schlimmsten Stürme in Brisbane, schleppt Danni einen 40 jährigen Fremden in ihr Auto, der von einem Hagelkorn, welches das Autodach durchschlug, getroffen wurde und bewusstlos in seinem Auto lag.

Täglich gibt es Leute, wie die oben beschriebenen, die sich, für die meisten Leute, in unvorstellbare Situationen bringen. Sie schalten alles andere aus, um sich auf ihre selbst-gegebene Aufgabe zu konzentrieren und scheinen alle anderen persönlichen Konsequenzen zu ignorieren, die ihre Rettungsaktion mit sich ziehen könnte. Dies sind die Leute, die aufstehen und sich in die selbe Situation begeben, um den Betroffenen aus der Gefahr zu bringen.

Aber die Frage ist wirklich: „Warum“? Warum würde jemand so ein hohes Risiko eingehen wollen? Warum würde jemand solche Taten tun wollen, die sein Leben für immer verändern könnten oder ihm vielleicht sogar das Leben kosten könnten?
Was du wahrscheinlich schon vom zuschauen verschiedener Interviews beobachtet hast, ist, dass sich diese Leute wirklich nicht als Helden bezeichnen, sondern eher denken, dass ihr Verhalten normal ist und jeder das selbe getan hätte. Ihre motivation ist also offensichtlich nicht öffentliche Anerkennung. Aber warum ist es dann so, dass nicht jeder das Selbe tun würde und es nur eine Handvoll von diesen Menschen gibt. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ihre Entscheidung jemanden zu helfen eine nicht lang durchdachte Entscheidung ist, sondern eher ein spontaner und schneller Entschluss. Eine gemeinsame Eigenschaft, die diese Personen aufweisen ist die Einstellung “Wenn nicht ich, wer dann?”. Während andere Personen ihre Verantwortung an jemand anderes abgeben, nahm der Helfer die Verantwortung an.

In einem Experiment der Fernsehshow “Quarks & Co” (https://youtu.be/XMtDweduoLY), in welchem ein Unfall nachgestellt wurde, fuhr jeder zweite Fahrer, der den Unfall gesehen hatte, vorbei. Das Experiment war so aufgebaut, dass es unmissverständlich klar war, dass jemand Hilfe braucht. 50% aller Fahrer hielten nicht an um zu helfen. Aber wie könnte man ihnen in einer gestressten Gesellschaft, in der es keine Zeit mehr für Extras gibt, in der man von Termin zu Termin rennt, in der man einen Weg sucht um mehr Zeit einzusparen, etwas vorwerfen? Oder könnte man? Wie ironisch ist es doch, dass schon fast professionelle Helfer keine Zeit mehr haben zu helfen, außer sei es denn im Dienst. Doch die Frage, die sie wirklich stellt ist: zu welchen 50% gehörst du? Gehörst du zu den 50% die versuchen ihrem Leben hinter her zu rennen und sich sich selbst entschuldigen mit “grad ist so ein schlechter Moment anzuhalten und zu helfen, tut mir leid”. Oder gehörst du zu den anderen 50% die ihre Verantwortung wahr nehmen, anhalten und helfen und damit riskieren zu spät zur Arbeit zu kommen, Verletzungen riskieren oder gar ihr eigenes Leben?


Welche anderen Eigenschaften denkst du haben diese Menschen noch?

 

Autor: Alex Rasch
Übersetzt von: Bea Rasch
Veröffentlicht: 25 Juni 2014
Abgelegt unter: Artikel, Blog

By | 2016-10-30T09:08:31+00:00 Juni 24th, 2015|Categories: Artikel, Blog|Tags: , , , |0 Comments

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