Artikel legt nahe, dass Ernährung der zweit meist verbreitetste vermeidbarer Faktor für Krebs nach Rauchen ist

Artikel legt nahe, dass Ernährung der zweit meist verbreitetste vermeidbarer Faktor für Krebs nach Rauchen ist

Ein Review-Papier von den Autoren der Cancer Research UK Epidemiology Unit, Oxford, UK; dem Epidemiology Branch, National Cancer Institute, Bethesda, USA und dem Departments of Epidemiology and Nutrition, Harvard School of Public Health, Boston, USA, veröffentlicht in dem Public Health Nutrition Journal im Februar 2014, Volume 7, Seite 187-200, welches sich mit dem Zusammenhang zwischen Krebs und Ernährung beschäftigt, legt nahe, dass die Ernährungsweise der an zweiter Stelle stehende meist vermeidbare Faktor für Krebs nach Rauchen ist.

Es ist schon lange bekannt, dass es eine Verbindung zwischen Krebs und Ernährung gibt. Schon allein wenn mann den momentanen Gesundheitszustand von westlichen Ländern und Entwicklungsländern vergleicht kann man eine klare Verbindung zwischen Ernährung und Krebs sehen. Laut diesem Papier ist gedacht, dass Ernährung – wie und was man isst – ca. 30% in Industriestaaten und in Entwicklungsländern ca. 20% an Krebs ausmacht. Diese Differenz resultiert hauptsächlich von dem Unterschied in der Ernährung. Normalerweise sind in Entwicklungsländern “westliche Krebse” deutlich seltener, was direkt mit einer geringeren Nahrungsaufnahme von Fleisch und Milchprodukten in Beziehung gebracht werden kann. Zur selben Zeit können allerdings andere Arten von Krebs auftreten. Einen Grund die Betonung auf Ernährung zu legen und nicht so sehr auf genetische Vorbelastung, wenn wir über Krebs sprechen, ist dass – wie im Artikel geschildert – “Krebs Raten ändern sich oft in Bevölkerungen, welche von einem Land in ein anders migrieren”. In ein anders Land zu ziehen wird zweifellos auch zu einer Veränderung in der Ernährungsweise und in Lebensstil-Gewohnheiten haben. Die Autoren geben ein Beispiel von Japanischen Menschen, die nach USA ziehen, woraufhin sich ihre Rate für kolorektalen Krebs an die der USA anpasste, wohingegen die Rate für kolorektalen Krebs in Japan zur Zeit der Studie sehr gering war (Heutzutage hat auch in Japan die westliche Diät überhand genommen). Zufolge dem Review Papier kann eine starke Beziehung zwischen Fleischverzehr und kolorektalem Krebs gezeigt werden. Obwohl man dies noch durch keinen definitiven Mechanismus erklären kann sind einige Mechanismen in Diskussion. Ergebnisse von Studien haben unterschiedliche Resultate von kolorektalen Krebs in Bezug auf frischem und konserviertem Fleisch gezeigt. Interessanterweise haben viele Studien keine erhöhte Raten von kolorektalem Krebs in Verbindung mit Fischverzehr gefunden.

Das Papier empfiehlt Nicht-Vegetariern den Konsum von konserviertem und rotem Fleisch “in moderaten Maßen”. Das hängt natürlich von deinem Verständnis des Wortes “moderat” ab, doch ich schlage vor Fleischkonsum generell so weit wie möglich zu reduzieren.

Ein weiterer Faktor, welcher sehr klar die Wahrscheinlichkeit steigert Krebs der Mundhöhle, des Pharynx, des Larynx, Ösophagus, Leber und Brustkrebs zu bekommen ist der Konsum von Alkohol. Diese Steigerung des Risikofaktors ist nicht direkt mit einem spezifischen alkoholischen Produkt, wie eine bestimmte Marke von Bier, Wein oder Whiskey verbunden, sondern hat eher mit dem Konsum von Alkohol an für sich zu tun. Das Papier besagt, dass “ein kleiner Anstieg (ca. 7%) im Brustkrebsrisiko beobachtet werden konnte mit etwa einem Drink pro Tag.” Daher kann die Chance Krebs zu bekommen verringert werden, wenn man seinen Alkoholkonsum reduziert oder am Besten komplett meidet.

Wenn wir uns von dem wenden, was man vermeiden sollte zu dem was wir tun sollten, hebt das Papier viele Male den nützlichen Effekt von Früchten und Gemüseverzehr hervor. Das Papier rät mindestens 400g/Tag von Früchten und Gemüse in den Mahlzeiten zu beinhalten.

Wichtiger als all die Zahlen und die spezifischen Informationen in diesem Artikel ist allerdings, was du für dich mitnimmst. Grundsätzlich kann ich dich dazu ermutigen gesund zu leben und ein bisschen mehr in gesundes Essen zu investieren, auch wenn es Geld kostet. Du wirst dich besser fühlen und wirst wacher während dem Tag sein, da dein Körper mit genug Obst und Gemüse all die Vitamine bekommt, die er braucht. In diesem Sinn bekommt der Spruch “Du bist was du isst” eine ganz neue Bedeutung.

 

Autor: Alex Rasch
Veröffentlicht: 26 November 2014
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By | 2016-10-30T09:08:33+00:00 Dezember 7th, 2014|Categories: Artikel, Blog|Tags: , , , , , |0 Comments

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