Möglicher Grund für Diabetes Typ 1 gefunden – und hier ist wie du es verhinderst

Möglicher Grund für Diabetes Typ 1 gefunden – und hier ist wie du es verhinderst

Eine Studie, die in Schweden von Jeanette Wahlberg, Outi Vaarala und Johnny Ludvigsson durchgeführt wurde, veröffentlicht im British Journal of Nutrition 2006, kommt zu der Schlussfolgerung, dass eine Stillzeit von weniger als 3 Monaten das Risiko erhöht, dass das Kind Diabetes Typ 1 bekommt, eine Autoimmunerkrankung. Während bekannt ist, dass Diabetes Typ 1 eine multifaktorielle Erkrankung ist und auch vererbt werden kann, bringt diese Studie Licht auf einen neuen Aspekt. In dieser Studie wurden Risikofaktoren in Kindern in Bezug auf Autoantikörpern (GADA und IA-2A) untersucht. In dieser 3 Jahre langen Studie wurden insgesamt 17055 Neugebornen beobachtet, von welchen Informationen bei Geburt, nach einem Jahr und nach 2½ Jahren genommen wurden. Blutproben, Urin, Stuhl und Haare wurden von den Kindern entnommen und analysiert. Ein Fragebogen wurde dazu den Eltern gegeben, um Informationen über die Dauer der Stillzeit und die Einführungen neuer Nahrungen die Gluten oder Milch beinhalten zu erfassen.

Wie erwähnt ist Diabetes Typ 1 eine Autoimmunerkrankung, in welcher das Immunsystem körpereigene β-Zellen im Pankreas, welche Insulin produzieren, zerstören. Insulin ist ein Hormon welches unerlässlich für alle Körperzellen ist, um den Eintritt von Glukose in die Zellen zu erlauben. Da Diabetes Typ 1 eine Autoimmunerkrankung ist, können Autoantikörper wie GADA und IA-2A im Blut gefunden werden. In symptomatischen Erwachsenen bestätigen diese Autoantikörper die Diagnose für Diabetes Typ 1, während in Säuglingen sie als ein Indikator für ein erhöhtes Risiko Diabetes Mellitus Typ 1 zu entwickeln gelten.

[1]

Die Ergebnisse von dieser Studie zeigen, dass Kinder, die weniger als 3 Monate gestillt wurden ein erhöhtes Risiko haben Autoimmunität zu entwickeln. GADA und IA-2A Werte waren erhöht, was auf ein gesteigertes Risiko Diabetes Typ 1 zu entwickeln hindeutet. Die Studie erklärt ebenfalls, “dass eine frühe Einführung von Kuhmilch basierenden Produkten (vor 2 Monaten) mit einem erhöhten Risiko für β-Zellen Autoantikörpern [bei Individuen mit hohem Risiko] einhergeht”. In dieser Studie wurden Risikoindividuen als Personen definiert, welche positiv für GADA und/oder IA-2A in der Folgeuntersuchung nach 1 Jahr und 2½ Jahren blieben. In vielen europäischen Ländern ist die erste Quelle für fremde Proteine Milchergänzungen. Das macht es sehr interessant. In dieser Studie konnte ein zu früher Milchkonsum mit Diabetes Typ 1 verbunden werden. Das gleiche galt für eine abrupte Einführung von Gluten basierendem Essen (Haferbrei) für Säuglinge.
Die Studie schließt daraus, dass eine zu frühe Einführung von fremden Proteinen für Säuglinge “irgendwie schädlich ist und zu Diabetes Typ 1 neigen”. Eine mögliche Erklärung ist, dass Säuglinge ein noch nicht fertig gereiftes Darmassoziiertes Immunsystem (GALT) haben. [2] Dies ist sehr wichtig, da das Darmassoziiertes Immunsystem ungefähr 70% vom kompletten menschlichen Immunsystem ausmacht.

Die Schlussfolgerung, die ich aus dieser Studie ziehe ist, dass die Stillzeit so lange wie möglich sein sollte. Wenn du deinem Kind einen guten Start ins leben geben willst ermutige ich jeden dies zu tun.

 

Quellen
1. www.pathlabs.ufl.edu/tests/pediatric-islet-autoantibody-panel
2. www.klaire.com/images/InfantGIMicroflora.pdf

 

Autor: Alex Rasch
Veröffentlicht: 25 Dezember 2014
Abgelegt unter: Artikel, Blog

 

By | 2016-10-30T09:08:32+00:00 Januar 25th, 2015|Categories: Artikel, Blog|Tags: , , , , , , |0 Comments

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